Andreas Marx
11. May 2026
Ich war heute in der orthopödischen Abteilung vorstellig. Eine lange Wartezeit wurde mir bereits bei der Terminvergabe in der letzten Woche mitgeteilt. Nun gut das kann man ein Stück weit nachvollziehen bei dem hohen Patientenaufkommen. Wenn man aber doch schon vorraussehen kann das eine Wartezeit von rund 2 Stunden zu erwarten ist warum dann den Patienten nicht etwas später einbestellen ? Viel schlimmer ist aber der raue Ton der im gesamten Bereich der Abteilung herscht. Man fühlt sich nicht menschenwürdig behandelt. Viele Mitarbeiter sind hektisch und scheinbar unter großem zeitlichem Druck. Wer dort nicht sofort pariert, wenn wie aus der Pistole geschossen, ein zumindest für mich, unverständlicher Aufruf, aus dem übers Eck anschließenden Flur herausgebrüllt wird, der hat Pech gehabt und wird irgedwann später noch einmal angefordert. Auch die anderen Warteten hatten Probleme ihren Aufruf zu verstehen. Obwohl der Großteil der Patienten Probleme mit dem Gehen und Stehen hat, muss man zunächst vor der Anmeldung stehend ausharren bis man an der Reihe ist. So geht es weiter wenn der Aufruf erfolgt ist. Man steht wieder gefühlt 20 Minuten vor den Behandlungszimmern und weis gar nicht ob gerade wieder etwas schiefgelaufen ist. Das ärztliche Urteil ist dagegen sehr schnell gefällt. Noch vor einer körperlichen Begutachtung wurde die Indikation direkt gestellt. " Es muss ein künstliches Gelenk eingesetzt werden. Sie als Patient entscheiden lediglich den Zeitpunkt" . Vorherige Therapieversuche wurden nur auf Nachfrage angeboten. Es tut mir leid, aber so abfällig behandelt habe ich mich noch in keiner Praxis oder Krankenhaus gefühlt. Ich werde nicht wiederkommen.