Andreas Rau
12. June 2026
Ich war gestern zum wiederholten Male in der Ambulanz. Endlich hatte ich nach wochenlangem Warten einen Termin bei Herrn Dr. Losch, einem Kniespezialisten, wie es hieß. Vorher war ich bei seinem D- Arzt Vertreter, Herrn Dr. Buck in Behandlung, der mich an ihn verwies. Seit dreieinhalb Monaten laboriere ich nach einem Wegeunfall mit Knieproblemen, Schmerzen und Gehschwierigkeiten. Statt sich meiner anzunehmen und mich zu untersuchen, zitierte er vom Schreibtisch aus den MRT- Bericht, dass es sich auch um Verschleißerscheinungen handeln würde. Konservativ wäre alles Mögliche (Cortison- Behandlung und Bandage) getan worden und er gibt den Fall jetzt an die Berufsgenossenschaft weiter, die mir das weitere Vorgehen mitteilen würde. Ich wandte ein, dass ich mich seit Monaten mit Schmerzen zur Arbeit schleppe und er doch der Arzt wäre und ich mir von ihm Behandlung und Untersuchung, ggf. eine erneute MRT- Aufnahme bzw. zumindest eine Perspektive wie es weitergehen soll, wünschen würde. Seine arrogante Antwort war, wenn ich Schmerzen hätte, soll ich Ibuprofen nehmen. ich war fassungslos und erwiderte, dass ich vor dem Wegeunfall mit meinem Sohn um die Wette gerannt bin und jetzt kaum laufen kann. Aber er blieb bei seiner lapidaren Antwort mit der BG. So etwas habe ich bisher noch nicht erlebt. Ich habe zwar von einem ähnlichen Missverhalten gegenüber zweier Kollegen (einmal Hüftschaden und einmal Fahrradsturz auf dem Weg zur Arbeit) gehört, habe aber jetzt am eigenen Leib erlebt, wie Dr. Losch mit Patienten umgeht. Das ist weder hinnehmbar noch tolerierbar. Ich werde das Verhalten auch an die Berufsgenossenschaft weitermelden. Ein derartig desinteressiertes Verhalten gegenüber Patienten darf nicht unkommentiert bleiben. Ich bin mir sicher dass es in Kiel D- Ärzte gibt, denen das Wohl, die Behandlung und die Genesung ihrer Patienten im Zentrum ihrer Arbeit stehen.