Lukas
24. June 2026
Schnelle Terminvergabe, aber man versteht schnell warum. Beim Betreten hat man sofort das Gefühl nur zu stören. Mit einer leichten Schulterentzündung wurden hektisch diverse Untersuchungen gemacht, ohne dass als Patient auch nur ansatzweise erklärt wurde was gerade geprüft oder ausgeschlossen wird. Entlassen wurde ich mit MRT Termin, starken Schmerzmitteln und Physio, obwohl ich hier schon angemerkt habe, dass ich keine dauerhaften Schmerzen habe, sondern dass es sich um einen durch die von der Entzündung verursachten Belastungsschmerz handelt. Schonen müsse ich laut dem Arzt trotz festgestellter Entzündung gar nichts. Das klingt widersprüchlich und findet sich auch in keiner anderen Quelle oder Zweitmeinung bestätigt. Beim Folgetermin wurde das MRT wenige Sekunden betrachtet und mir umgehend eine Spritze mit rund 70 Euro optionaler Selbstzahlerleistung oder eine OP in Erwägung gezogen, gegen beides musste ich aktiv argumentieren obwohl ich nur bei sportlicher Belastung überhaupt Beschwerden habe. Auf meine Nachfrage ob Schmerzmittel wirklich notwendig seien und ob diese Entzündung dann auch über Zeit wegginge kam nur: „Müssen tun Sie gar nichts." Das wusste ich vorher auch. Genau deshalb sucht man sich eigentlich einen Facharzt auf, nämlich um fundierte Einschätzungen und Infos zu Herkunft und Prävention seiner Beschwerden zu bekommen. Das kann man sich hier wohl sparen. Die Serviceleistung dass man Schmerzmittel nehmen kann und ein worst case Szenarion mit OP und dem Wegfräsen von Teilen der Schulter gesponnen wird, bekomme ich auch bei Dr. Google, dann jedoch ohne eine Stunde Wartezeit. Edit nach der Antwort der Praxis: Ihre Stellungnahme verdreht die Tatsachen an mehreren entscheidenden Stellen. Der MRT wurde nicht „erzwungen“, sondern ganz normal über Doctolib in einem freien Slot gebucht. Der zweite Termin war auch kein „ich brauche dringendst nochmal den Arzt“, sondern schlicht die Auswertung des MRTs und eine erhoffte genauere Diagnose. Diese Darstellung ist daher nicht nur ungenau, sondern bewusst irreführend. Ebenso falsch ist die Umdeutung meiner Beschwerden zu bloßen „Belastungsschmerzen“. Tatsächlich lag eine von ihnen selbst diagnostizierte Entzündung vor, die sich eben bemerkbar gemacht hat, wenn die Schulter Belastung ausgesetzt war. Wer daraus im Nachhinein ein harmloseres Bild konstruiert, verharmlost den Befund und verschiebt die Fakten zugunsten der eigenen Außendarstellung. Auch die erwähnte Wartezeit von einer Stunde war nicht als Beschwerde über das Warten an sich gemeint, sondern als Hinweis darauf, wie wenig Zeit letztlich für die eigentliche Behandlung fiel. Wenn auf eine Stunde Wartezeit nur zwei Minuten Behandlung folgen, entsteht nicht der Eindruck einer gründlichen Auseinandersetzung mit dem einzelnen Fall, sondern eher der eines möglichst schnellen Patientendurchlaufs. Insgesamt wirkt Ihre Antwort wie der Versuch, die eigene Darstellung zu retten, statt die berechtigte Kritik ehrlich aufzuarbeiten. Für dieses Stellungnahme wurde sich augenscheinlich mehr Zeit genommen als für die eigentliche Befassung mit Patient und Beschwerde. Dies zeigt mir, dass sie mir im eigentlichen Patientengespräch nicht zugehört haben. Man hätte bestimmt viele der hier entstandenen Missverständnisse ausräumen oder gar nicht erst entstehen lassen können wenn man sich mehr als 2 Minuten für den Patient nehmen würde und diesen erklärt was bei der Behandlung passiert und warum welche Maßnahme ergriffen wird. Ich hätte ihnen das auch wirklich gerne persönlich gesagt, wenn man nicht von Sekunde eins das Gefühl gehabt hätte mit seinen Beschwerden den eigentlichen Betrieb aufzuhalten. Ich hoffe sie können sich die Rezension trotz der emotionalen Reaktion darauf zu Herzen nehmen.