Hatice Kacmaz
16. April 2026
Ich bin mit sehr starken Rückenschmerzen in die Notaufnahme gekommen, die bis in beide Beine gezogen sind. Ich konnte mich kaum noch bewegen. Trotz zwei starker Schmerzmittel wurden die Schmerzen nicht besser. Trotzdem wollte man mich zunächst nach Hause schicken. Erst nach längerer Diskussion wurde Blut abgenommen. Noch bevor die Ergebnisse da waren, untersuchte mich ein Arzt. Dabei hat er meine Beine sehr grob angehoben, obwohl ich vor Schmerzen geweint habe. Als ich sagte, dass es zu stark ist und er vorsichtiger sein soll, bekam ich nur die Antwort: „Ich bin Arzt, ich habe meine Diagnose – Muskelverspannung.“ Ich habe mehrfach gesagt, dass sich die Schmerzen nicht normal anfühlen und ich eine Entzündung vermute. Ich habe auch um ein MRT gebeten, aber mir wurde gesagt: „Wir sind kein Service und machen kein MRT.“ Erst als die Blutwerte kamen und eine sehr hohe Entzündung zeigten, änderte sich plötzlich das Verhalten. Dann wurde ich doch aufgenommen und weiter untersucht. Ich habe mich in der Notaufnahme nicht ernst genommen gefühlt und der Umgang war teilweise respektlos. So etwas habe ich noch nie erlebt. Nach der Aufnahme war ich auf Station 37 (Unfallchirurgie/Orthopädie). Ich hatte weiterhin sehr starke Schmerzen und konnte nicht einmal alleine laufen. Ich war komplett auf Hilfe angewiesen, und die Pflegekräfte haben mir teilweise geholfen – dafür bin ich dankbar. Allerdings wollte man mich trotz meines Zustands entlassen. Ärzte meinten, ich solle einfach laufen, obwohl das nicht möglich war. Ich habe geweint und mehrfach erklärt, dass ich Hilfe brauche und nicht alleine zurechtkomme. Trotzdem wollte man mich entlassen. Ein Oberarzt hat mir sogar deutlich gesagt, dass ich gehen soll, sonst schmeißt er mich raus. Ich habe mehrfach erklärt, dass ich nicht laufen kann und dringend Hilfe brauche. Ich habe darum gebeten, in ein anderes Krankenhaus zu einem Rheumatologen verlegt zu werden, da der Verdacht auf Rheuma bestand. Statt Unterstützung wurde mir nur angeboten, nach Hause gefahren zu werden – der Oberarzt sagte sogar, er würde die Transportkosten übernehmen. Es ging mir nie ums Geld, sondern um meine Gesundheit und die richtige Behandlung. Ich konnte mich nicht bewegen und hatte keine Hilfe oder Unterstützung zu Hause.und das haben ich mehr Mals gesagt. Aber das war denn egal. Selbst die Transportfahrer waren überrascht über meinen Zustand und konnten nicht verstehen, warum ich so entlassen werde. Insgesamt habe ich mich dort nicht ernst genommen und schlecht behandelt gefühlt. Für mich war das eine sehr negative Erfahrung. Ich würde dieses Krankenhaus nicht weiterempfehlen. Ich bin inzwischen im Krankenhaus Charité Mitte und werde dort deutlich besser behandelt. Sowohl in der Notaufnahme als auch bei den Rheumatologen sind die Ärzte und Pflegekräfte freundlich, respektvoll und nehmen sich Zeit. So sollte es sein.