Nina Schael
25. April 2026
Nach einem schweren Motorradunfall wurde mein Mann mit einer Rippenserienfraktur und weiteren Verletzungen an der Halswirbelsäule und Schulter behandelt. Trotz anhaltend massiver Schmerzen – selbst unter starker Schmerzmedikation – wurde er aus unserer Sicht viel zu früh entlassen. Die Schmerztherapie war offensichtlich nicht ausreichend eingestellt, die Mobilität stark eingeschränkt. Eine verlässliche Organisation der Versorgung für zuhause (Transport, Hilfsmittel, Unterstützung) fand praktisch nicht statt. Unsere Hinweise und Bedenken wurden kaum berücksichtigt – wir hatten klar den Eindruck, dass hier eher nach organisatorischen Abläufen als nach dem tatsächlichen Zustand des Patienten entschieden wurde. Positiv hervorzuheben ist ausdrücklich der Sozialdienst, der sich engagiert eingesetzt hat und zumindest die Versorgung mit einem Pflegebett ermöglicht hat. Insgesamt fühlen wir uns nach der Entlassung allein gelassen. Ein solches Vorgehen wird der Situation nach einem schweren Unfall nicht gerecht.