Katja Dzemailji
07. April 2026
Nachdem mir als alleinerziehender Mutter am Donnerstag kurzfristig mitgeteilt wurde, dass meine geplante Knie-OP nicht ambulant, sondern stationär (am darauffolgenden Montag) durchgeführt werden müsse, musste ich in kürzester Zeit umfangreiche organisatorische Vorbereitungen treffen – sowohl beruflich als auch privat. Am Montag erschien ich wie vereinbart um 8:00 Uhr im Krankenhaus. Mir wurde mitgeteilt, dass ich etwa 1,5 Stunden warten müsse. Gegen 11:00 Uhr fragte ich erneut nach dem Stand der Dinge, erhielt jedoch lediglich die Auskunft, dass man mir nichts sagen könne und ich weiterhin warten müsse. In dieser Zeit durfte ich – wie vor einer Operation üblich – weder essen noch trinken. Erst um 15:30 Uhr (!) kam ein Mann ins Zimmer, den ich zuvor weder gesehen noch gesprochen hatte. Er stellte sich nicht vor, sondern teilte lediglich mit: „Wir haben zu viele Notfälle reinbekommen. Sie werden heute nicht operiert. Tut mir leid. Wir rufen Sie wegen eines neuen Termins an.“ Der Tonfall wirkte dabei leider wenig empathisch. Dass Notfälle Vorrang haben müssen, ist selbstverständlich nachvollziehbar. Allerdings entstand bei mir der Eindruck, dass möglicherweise auch organisatorische bzw. planerische Gründe eine Rolle gespielt haben könnten. Nach meinem Kenntnisstand war an diesem Tag eine sehr lange, etwa siebenstündige Knieoperation eingeplant, wodurch sich für mich der Eindruck ergibt, dass die Terminplanung eventuell nicht optimal abgestimmt war. Besonders frustrierend ist, dass ich aufgrund der kurzfristigen Umstellung auf eine stationäre Operation erhebliche organisatorische Aufwände hatte. Ich lag über sieben Stunden nüchtern und ohne Wasser im Krankenhaus und hatte eine 2,5 stündige Anfahrt– nur um am Ende unverrichteter Dinge nach Hause geschickt zu werden. Nun muss ich meinem Arbeitgeber den Ausfall erklären und habe zusätzlich Fahrtkosten, die selbstverständlich von mir selbst getragen werden müssen. Was in dieser Situation besonders enttäuschend war, ist die fehlende Kommunikation und der sehr unpersönliche Umgang. Ein transparenterer Umgang mit Verzögerungen sowie ein funktionierendes Beschwerdemanagement wären hier dringend wünschenswert. Nachtrag: Ersatztermin knapp zwei Wochen später, exakt selbes Szenario: Stundenlang im OP hemd gewartet, vertröstet, alles umsonst organisiert - einfach ohne Worte.